Kogeldruk trekhaak
Tammy Middelweerd
Tammy Middelweerd
7 Mai 2021

Stützlast: Ein wichtiges Thema

Der wohlverdiente Campingurlaub kann beginnen. Bevor es losgeht prüfen Sie nochmal die Stützlast Ihres Wohnwagens. Sofern sie stimmt kann es losgehen und Sie machen sich gut gelaunt auf die Reise. Aber nach einer Weile auf der Autobahn geraten Sie in einen Stau. Das kommt vor. Als Sie die Unfallstelle passieren sehen Sie einen demolierten Wohnwagen auf dem Seitenstreifen stehen. Die Familie, der zum Glück im Zugwagen nichts passiert ist, steht traurig daneben.

So kann das Ende einer Urlaubsreise aussehen, wenn der Caravan ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer ins Schlingern gerät. Ursache für solche Unfälle kann ein falsches Gewichtsverhältnis aus Zugwagen und Caravan, eine Überladung des Wohnwagens oder eine falsche Beladung des Wohnwagens sein. Falsche Beladung des Caravans macht sich in einer zu hohen oder zu niedrigen Stützlast bemerkbar. Daher ist die Einhaltung der Stützlast so wichtig.

Dieser Artikel erklärt verschiedene Aspekte die es zur Vermeidung einer falschen Stützlast zu berücksichtigen gilt.

Inhalt

1. Was ist die Stützlast?

Als Stützlast bezeichnet man das Gewicht mit der die Deichsel des Caravans auf den Kugelkopf der Anhängekupplung des Zugfahrzeuges drückt. Also das Gewicht mit dem die Anhängekupplung vertikal belastet wird.

Es ist wichtig, dass dieses Gewicht weder zu hoch noch zu niedrig ist. Beides würde die Fahreigenschaften der PKW-Caravan-Kombination negativ beeinflussen. Wenn die Beladung im Bug des Caravans zu hoch ist, dann ist auch die Stützlast zu hoch. Dies drückt das Heck des Zugfahrzeugs nach unten. Ist die Beladung im Heck des Caravans zu groß, ist die Stützlast zu niedrig. Dies hebt das Heck des Zugfahrzeugs an.

Beide Effekte sind nicht wünschenswert, da sie die Straßenlage und die Fahreigenschaften der PKW-Caravan-Kombination verschlechtern. Die Kombination wird schneller instabil und es kann früher zu Schlingern und zu vermeidbaren Unfällen kommen.

2. Methoden zur Ermittlung der aktuellen Stützlast

Bevor Sie mit Ihrem heißgeliebten Wohnwagen in den Urlaub starten ist es wichtig die Stützlast zu überprüfen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Drei davon möchten wir hier vorstellen.

Die Personenwaage

Sie können die Stützlast mit einer haushaltüblichen analogen Personenwaage und zwei Holzblöcken bestimmen. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Stellen Sie den beladenen Wohnwagen waagerecht. Das können Sie mit einer Wasserwaage oder dem E-Level Modul tun
  2. Legen Sie einen Holzklotz waagerecht auf die Waage. Dieser soll das Gewicht gleichmäßig auf der Waage verteilen.
  3. Stellen Sie einen Holzklotz senkrecht auf den waagerechten Holzklotz
  4. Setzen Sie die Anzeige der Waage auf 0 um das Eigengewicht der Holzklötze auszugleichen.
  5. Platzieren Sie die Deichsel des Caravans auf den senkrechten Holzklotz. Die Waage zeigt jetzt die Stützlast des Caravans an.

Deichselwaage

Eine Deichselwaage ist eine senkrechte Waage die in die Öffnung der Deichselkupplung des Wohnwagens gesteckt und dann auf den Boden gestellt wird. Die Deichselwaage zeigt dann das Gewicht der Stützlast an. Mechanische Deichselwaagen sind nicht ganz so genau wie die Methode mit der Haushaltswaage. Wichtig ist es dabei die Handbremse des Wohnwagens anzuziehen, da er sonst instabil werden und sich seitlich wegdrehen könnte. Dabei könnte es zu Schäden am Fahrzeug oder zu Verletzungen kommen.

E-Load

E-Trailer hat eine neue Lösung zur präzisen Messung der Stützlast entwickelt, die das Reisen mit dem Caravan sicherer und komfortabler macht. Das E-Load Modul! Damit kann die Stützlast auf dem Smartphone abgelesen werden. Sie ersetzen einfach ihr altes Stützrad am Caravan durch den E-Load. Dieser misst das Gewicht und berechnet daraus die Stützlast am Kugelkopf bis aus plus/minus 1 Kilogramm genau. Sie brauchen keine zusätzlichen Geräte und kein Hantieren mit Holzklötzen mehr. Wenn Sie mehr über E-Load erfahren möchten, klicken Sie hier.

3. Welches ist die ideale Stützlast?

Zugfahrzeug, Anhängekupplung und der Wohnwagen haben jeweils eine Stützlastangabe in den Fahrzeugpapieren oder auf dem Typenschild der Anhängerkupplung. Entscheidend ist der niedrigste Wert dieser drei meist unterschiedlichen Angaben. Dieser niedrigste Wert ist dann die Stützlast, die nicht überschritten werden darf, aber zugleich möglichst voll ausgenutzt werden sollte.

Die maximale Stützlast der Anhängerkupplung selbst findet sich auf dem Typenschild und ist je nach Hersteller unterschiedlich. Der Wert unter “maximal vertical load” (maximale vertikale Beladung) entspricht der Stützlast der Anhängekupplung.

4. Was bewirkt zu niedrige Stützlast?

Wenn der Wohnwagen sich nicht ausreichend auf die Anhängerkupplung stützt, ist die Stützlast zu gering. Dies führt zu einer instabilen Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Wohnwagen. Dadurch kann es schneller zu Schlingerbewegungen im Falle von Seitenwind, beim Überholen von LKW oder Windstößen durch schnell überholende Fahrzeuge kommen. Der Wohnwagen schaukelt sich dabei leichter auf was zu gefährlichen Fahrsituationen führen kann. Fahren mit zu niedriger Stützlast erhöht auf Grund der instabileren Straßenlage auch den Kraftstoffverbrauch und damit die Kosten.

Um die Stützlast zu erhöhen kann Gepäck aus dem hinteren Teil des Wohnwagens weiter nach vorne geladen werden. Dadurch erhöht sich das Gewicht an der Deichsel und die Stützlast steigt. Dabei ist generell darauf zu achten, dass schweres Gepäck immer in der Nähe der Wohnwagenachse verbleibt. So bleibt der Schwerpunkt des Wohnwagens immer über der Achse und den Rädern des Caravans.

5. Was bewirkt zu hohe Stützlast?

Wenn die Stützlast zu hoch ist, drückt das Gewicht das Heck des Zugwagens nach unten. Dadurch wird die Haftung der Reifen an der Vorderachse verringert. Die Straßenlage des PKW verschlechtert sich. Es kommt schneller zum Schieben über die Vorderräder dem sogenannten “Untersteuern”. In extremen Fällen kann der Wagen beim Überfahren von Hubbeln oder Temposchwellern mit dem Heck aufsetzen. Zudem verbraucht das Fahrzeug mehr Kraftstoff und das erhöht somit die Kosten.

Wenn die Stützlast zu hoch ist, muss das Gewicht auf der Anhängekupplung reduziert werden. Dies geschieht indem Gepäck aus dem Bug des Wohnwagens nach hinten verlagert wird.

Sollte immer noch zu viel Gewicht im Bug des Wohnwagens liegen könnten eventuell die Gasflaschen aus Stahl durch Gasflaschen aus Aluminium ersetzt werden. Auf jeden Fall sollten die Gasflaschen aber nur in den dafür vorgesehen Halterungen transportiert werden.

6. Folgen einer falschen Stützlast

Wenn Sie mit einer falschen Stützlast unterwegs sein ist die Wahrscheinlichkeit des Schlingerns beim Wohnwagen deutlich erhöht. Ein Schlingern beginnt immer mit einem äußeren Impuls. Das kann ein natürlicher Windstoß sein, der Fahrtwind eines schnell überholenden Fahrzeugs, oder Seitenwind beim Überholen eines LKW sobald der Caravan den Windschatten des LKW verlässt. Dieser Impuls muss nicht stark sein. Bei einer instabilen Verbindung zwischen Zugwagen und Caravan kann sich die Kombination schneller aufschaukeln. Das kann ohne Gegenmaßnahmen oder gar falschen Gegenmaßnahmen bis zum Unfall führen.

Die einzig richtige Gegenmaßnahme bei einem schlingernden Wohnwagen ist zu bremsen. Durch die Verringerung der Geschwindigkeit greift auch die Auflaufbremse des Wohnwagens. Die Kombination wird verlangsamt. Die geringere Geschwindigkeit nimmt Energie aus der Pendelbewegung. Die Kombination beruhigt sich wieder.

Kurzum: Mit der richtigen Stützlast können Sie Schwingungen des Wohnwagens reduzieren und ein Schlingern des Caravans vermeiden. Die richtige Stützlast ist daher für die Sicherheit im Straßenverkehr enorm wichtig. Sie sollte deshalb vor Fahrtantritt gemessen und optimal eingestellt werden.

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